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  RS-Talk mit - Dani Huser
RS-Talk mit ...
Dani Huser - #71:
Interview vom Samstag, 23. Januar 2010 Idee und Umsetzung: René Streuli – RS-Sportbilder.ch
Am Samstag, 23. Januar besuchte ich Dani Huser und seine Lebenspartnerin Bettina, sowie ihre beiden Kinder Noemi und Dionys in ihrem neuen Zuhause in Russikon (ZH-Oberland), um diese Interview zu machen. Nachdem die schriftliche Fassung von Dani gegengelesen und für ok befunden wurde, will ich Euch dieses Gespräch nich länger vorenthalten.

Dani mit Familie - Foto: RS-Sportbilder.ch
Vor dem eigentlichen Interview beantwortete mir Dani ein paar persönliche Fragen, deren Antworten Euch helfen sollen, etwas über die Person Dani Huser zu erfahren.
Name & Vorname:
Huser Daniel

Kosename:
Dani

Wohnort:
8332 Russikon

Geburtstag:
6. Mai 1985

Beruf:
Informatiker

Hobbys:
Motocross, Sport allgemein

Ich fahre Motocross seit:
1992

Meine bisher grössten Erfolge als MX-Rider:
Diverse Podestplätze bei den «Swiss Masters 125», Schweizermeister bei den «Mini80» im Jahre 1999

Meine bisher grösste sportliche Enttäuschung:
Knie-Verletzung 2008

Meine Stärken:
Zielstrebigkeit

Meine Schwächen:
mangelnde Geduld

Worüber ich lachen kann:
Ich bin grundsätzlich ein fröhlicher Mensch

Was mich nervt:
Linksfahrer auf der Autobahn

Mein Traum-Auto:
Lamborghini

Dani mit seiner Bettina - Foto: RS-Sportbilder.ch Dani mit seiner Bettina - Foto: RS-Sportbilder.ch
Mein Traum-Bike für die Strasse privat:
Enduro-Bike

Meine Lieblings-Rennstrecke:
St. Thibery (Süd-Frankreich)

Meine Vorbilder im Motocross:
Jeremy McGrath & Ricky Carmichael

Meine bisher stärksten Gegner auf der Rennstrecke:
Simon Baumann

Mein bisher bestes Rennen:
«Swiss Masters 125» im Jahr 2006/2007 in Rothenthurm

Meine Lieblingsspeise:
Spaghetti Carbonara

Was ich nie essen würde:
Gekochte Früchte

Mein Lieblings-Getränk:
RedBull & Cola Vanille

Was ich nie trinken würde:
Tomatensaft

Musik die ich gerne höre:
HipHop & RnB

Meine 3 Lieblings-Bands:
da bin ich flexibel ;-)

Meine 3 Liebling-CD’s:
keine

Mein letztes LIVE-Konzert:
keine Angaben

Meine 3 Lieblings-Filme:
Gladiator, Rocky & alle «Great Outdoors»-Filme

Meine 3 Lieblings-Schauspieler:
Russel Crowe, Charlie Sheen & Adam Sandler

Meine 2 Lieblings-Schauspielerinnen:
Eva Longoria & Halle Berry

Mein zuletzt gesehener Film im Kino:
Zweiohr-Küken

Mein Lieblingsbuch:
Alles über Ayrton Senna

Wen ich gerne mal persönlich kennenlernen würde:
James Stewart

Land/Kultur das/die ich sehr gerne besuchen/kennenlernen würde:
Australien

Was ich auf eine einsame Insel mitnehmen würde:
Meine Familie und mein Motorrad reichen völlig aus, um glücklich zu sein

Die dümmste Frage, die mir je gestellt wurde:
Fragen sind nie dumm

Wenn ich 3 Wünsche offen hätte, dann würde ich mir wünschen:
Gesundheit und Glück für mich und meine Familie

Dani mit Familie - Foto: RS-Sportbilder.ch Dani mit Familie - Foto: RS-Sportbilder.ch
Nach den Fragen zur Person Dani Huser's, gehts nun weiter mit dem eigentlichen Interview:

1. Frage von RS-Sportbilder.ch
Dani, nachdem Du ja nun wirklich 2-3 völlig verkorkste Jahre hinter Dir hast die Frage: Wie geht es Dir gesundheitlich?

Antwort von Dani:
Danke, mir geht’s körperlich ganz gut. Auch mit meinem Knie habe ich keine Beschwerden mehr. Ich bin also recht zuversichtlich, dass es mit meinem Comeback klappen wird.
2. Frage von RS-Sportbilder.ch
Dani, bevor wir nach vorne blicken, wollen wir für die Leser die letzten Jahre mal etwas aufarbeiten. Rückblickend auf das Jahr 2007 fällt mir auf, dass Du die 2. Saisonhälfte nach dem Weinland-Cross (Andelfingen) nicht mehr fahren konntest – warum?

Antwort von Dani:
Ja das Jahr 2007 verlief eigentlich schon von Beginn weg ganz schlecht für mich. Das war sicherlich auf meine gesundheitlichen Probleme zurück zuführen. Ende 2006 bekam ich von einem deutschen Team das Angebot, die deutschen SX-Rennen zu bestreiten. Während der Vorbereitung dazu, erkrankte ich aber am Pfeifferschen Drüsenfieber und verlor während 4 Wochen 10kg an Körpergewicht. Ich wollte mir diese einmalige Chance in Deutschland aber nicht entgehen lassen und startete dennoch. In der Folge erholte sich mein Körper nie richtig von der Krankheit und ich schleppte mich von einer Mandelentzündung zur nächsten. So ging es auch in der ganzen Vorbereitung auf die Outdoor-Saison weiter und dementsprechend konnte ich nie optimal trainieren. Der Saisonstart verlief dann auch entsprechend durchzogen – einige Rennen verliefen eher schlecht, andere wiederum (zB. Rothenthurm, Günsberg) fuhr ich ganz gut. Vor dem Weinland-Cross (Andelfingen-Dättwil) jedoch, verschlimmerte sich dann die Mandelentzündung rapide. Nach dem Rennen und in Absprache mit meinem Vertrauensarzt entschloss ich mich dann zur sofortigen Mandel-Operation. Dies war u.a. auch der Grund, weshalb ich die Saison dann sofort abbrach. Zudem wollte ich meine gesundheitlichen Probleme mal richtig auskurieren lassen, da ich diese nicht noch in die Saison 2008 mittragen wollte.
3. Frage von RS-Sportbilder.ch
Auf die Saison 2008 folgte etwas überraschend der Markenwechsel von Suzuki zu Yamaha; was waren die Hauptgründe dieser Neu-Orientierung?

Antwort von Dani:
Nach der sehr durchzogenen Saison 2007 brauchte ich einfach mal eine Luftveränderung, eine neue Motivation und eine neue Herausforderung. So kam dann auch der Kontakt mit Yamaha zustande, die an einer Zusammenarbeit mit mir sehr interessiert waren. Sie unterbreiteten mir ein sehr interessantes Angebot, worauf ich mich zu diesem Markenwechsel entschied. Ich hatte viele schöne Jahre mit Suzuki, ich brauchte einfach mal eine Veränderung.
Dani Huser - Foto: RS-Sportbilder.ch
4. Frage von RS-Sportbilder.ch
Die Saison 2008 war gleichzeitig auch der Anfang einer sehr langen Verletzungs-Misere. Nachdem Du gut in die Saison gestartet warst, wurde diese kurz nach Rothenthurm abrupt gestoppt. Denn bei einem ADAC-Rennen im Juli in Ried im Innkreis (Österreich) hast du einen Kreuzbandriss erlitten, der auch gleich das Saisonende bedeutete. Was war damals genau passiert?

Antwort von Dani:
Ohne zu stürzen rutschte mir in der 1. Runde des 2. Laufes das Bike weg; ich versuchte zu korrigieren, wobei ich für einen kurzen Moment mit durchgestrecktem Bein auf dem Boden abstand. Dabei bekam ich einen harten Schlag aufs rechte Knie; ich wusste sofort, dass was gerissen oder gebrochen war. Ich beendete das Rennen und konsultierte die Sanität, um das Knie checken zu lassen. Diese schickten mich kurze Zeit später wieder weg, da die Verletzung ihrer Ansicht nach nicht von grosser Bedeutung sei. Tags darauf liess ich das Knie von meinem Vertrauensarzt gründlich untersuchen; das MRI bestätigte dann unsere Befürchtung – Kreuzbandriss im rechten Knie!
Dani Huser - Foto: RS-Sportbilder.ch Dani Huser - Foto: RS-Sportbilder.ch
5. Frage von RS-Sportbilder.ch
Dani, es begann ein langer Genesungs- und Reha-Prozess. Wie verlief dieser Prozess? Gab es Probleme?

Antwort von Dani:
Der Heilungsprozess verlief eigentlich problemlos und nach 6 Monaten schien alles wieder in Ordnung zu sein. Ich fühlte mich gut, das Knie war ok und der Arzt gab grünes Licht, worauf ich mich nach dieser halbjährigen Verletzungspause wieder aufs Bike setzte. Im Februar gingen wir nach St.Thibery (Süd-Frankreich) um zu trainieren; ich fühlte mich sofort wieder wohl auf dem Bike, obwohl die Fahrpraxis verständlicherweise nach der Verletzung noch nicht wieder zurück war. Nach St.Thibery ging ich nach Spanien, wo ich mich am 5. Trainingstag nach einem heftigen Sturz erneut verletzte. Das eben erst verheilte Kreuzband (KB) am rechten Knie war wieder angerissen; zudem beschädigte ich mir am selben Knie auch gleich noch den Meniskus. Nachdem ich wieder zuhause war, musste ich mich erneut einer OP unterziehen, wobei nur der Meniskus wieder angenäht wurde. Das Kreuzband liess man so sein, um es – da es «nur» angerissen war – auf konventionelle Art wieder ausheilen lassen zu können. Sechs Wochen später meinte der Arzt, ich könne wieder trainieren. Ich ging also nach Frankreich, um in «Villars-sous-Ecot» zu trainieren. Dabei brach die Meniskusverletzung wieder auf, worauf erneut ein Eingriff am Knie notwendig wurde – dabei entfernten sie einen Teil des kaputten Meniskus.
6. Frage von RS-Sportbilder.ch
Bettina, für Dich war das bestimmt auch keine einfache Zeit, wie bist Du damit umgegangen?

Antwort von Bettina:
Klar war das auch für mich keine einfache Zeit; ich meine, was blieb mir anderes übrig als dies zu akzeptieren. Ich nahm alles Schritt für Schritt und versuchte das Beste daraus zu machen. Natürlich bestand meine Aufgabe auch darin, Dani überall zu helfen und ihn zu unterstützen – wo und wann immer es möglich und notwendig war.
7. Frage von RS-Sportbilder.ch
Dani, wie haben Deine Sponsoren darauf reagiert, gab es welche, die sich von Dir aufgrund der Verletzung abwenden wollten?

Antwort von Dani:
Es gibt schon Sponsoren, die im Bezug auf meine körperliche Verfassung eine gewisse Skepsis äussern und die an einer 100-%-igen Genesung zweifeln – entsprechend gibt es da und dort gewisse Einbussen. Einige wollen jetzt zunächst mal wieder Leistungen sehen, bevor über eine weitere Zusammenarbeit entschieden wird. Es gibt aber auch welche, die weiterhin an mich und an meine Fähigkeiten glauben, was für mich natürlich enorm wichtig ist.
Dani in Frauenfeld 2007 - Archiv-Foto: RS-Sportbilder.ch Dani in Payerne 2007 - Archiv-Foto: RS-Sportbilder.ch
8. Frage von RS-Sportbilder.ch
Dani, normalerweise rechnet man bei einem Kreuzbandriss 6 Monate bis zur vollen Genesung; und rund 1½ - 2 Jahre dauert es insgesamt bis bei beiden Beinen die Kraft wieder 100 %-ig zurück ist. Hast Du Dich auf die Comeback-Saison 2009 entsprechend anders vorbereitet, anders vorbereiten müssen?

Antwort von Dani:
Natürlich war der Fokus insbesondere aufs verletzte Knie ausgerichtet, damit dieses wieder richtig funktionieren konnte – also sehr viel Physio-Therapie, um das Knie wieder zu stabilisieren und zu stärken. Das Kraft-Training als solches habe ich jedoch noch intensiver betrieben, um möglichst schnell die verloren Kraft wieder zurückzugewinnen. In Sachen Ausdauer-Training hingegen habe ich genau gleich wie früher trainiert. Wichtig war auch, während dieser Zeit sehr ausgewogen zu trainieren – also nicht zu viel, da sich das Knie sonst sofort wieder entzündet hätte; aber auch nicht zu wenig, um mit meiner Fitness nicht unnötig in Rückstand zu geraten. In dieser Hinsicht genoss ich eine grossartige Unterstützung durch meinen Physio-Trainer, dem ich an dieser Stelle mal ein riesiges Dankeschön aussprechen will.
9. Frage von RS-Sportbilder.ch
Dann kam Muri 2009. Dein Comeback, auf das Du hart hingearbeitet hattest, stand unmittelbar bevor. Viele Leute freuten sich, als sie Dich wieder auf dem Bike sahen. Doch nach dem Qualifying bist Du nicht zum 1. Lauf angetreten – warum nicht? Was war passiert?

Antwort von Dani:
Vorausgegangen sind ja der Unfall im Februar und die 3 Operationen in den Monaten vor Muri; zudem muss ich sagen, dass ich eigentlich nicht speziell vorbereitet nach Muri ging. Ein Comeback in Muri war auch nicht wirklich geplant; diese Idee entstand völlig spontan am Samstag zuvor – es war einfach eine Idee. Ich wollte einfach mal sehen, ob es geht oder eben nicht – also entschieden wir uns nach eingehenden Überlegungen in Muri zu starten. Rückblickend betrachtet war dies sicherlich ein Fehler, denn nach dem freien Training als die Schmerzen wieder auftraten und während des Qualifying, als die Schmerzen immer stärker wurden, sah ich ein, dass es einfach noch viel zu früh war. Obwohl ich trotzdem sagen muss, dass es auch etwas Gutes hatte; denn, obwohl mir der Arzt grünes Licht gab, wusste ich nun, dass das Knie eben doch noch nicht ok war und dass wir da nochmals über die Bücher gehen müssen.
10. Frage von RS-Sportbilder.ch
Bettina, was ging Dir durch den Kopf, als die Verletzung wieder aufbrach?

Antwort von Bettina:
Natürlich war es sehr frustrierend; zudem tat er mir sehr leid, weil er nun mit Allem wieder von vorne beginnen musste – also wieder operieren, wieder diese lange Reha-Zeit usw. Doch letztlich blieb mir nichts anderes übrig, als die Situation zu akzeptieren und das Beste daraus zu machen.
11. Frage von RS-Sportbilder.ch
Dani, seit Muri 09 sind jetzt knapp 8 Monate vergangen, was hast Du in dieser Zeit gemacht und wie ist der Genesungs-Prozess verlaufen?

Antwort von Dani:
Unter anderem hatte ich diverse Termine in der Schulthess-Klinik, in der mein Knie diversen Tests unterzogen wurde, um die genaue Verletzung zu diagnostizieren. Diverse Speziallisten sahen sich das Knie an, bevor ich zu einem Spezialisten für vordere und hintere Kreuzbänder nach München geschickt wurde. Dort wurde ich dann auch erfolgreich operiert, bevor die lange Physio-Reha-Zeit wieder begann. Heute kann ich sagen, dass ich mich sehr gut fühle; ich merke, dass mein Knie wöchentlich Fortschritt macht und dass das Vertrauen in mein Knie kontinuierlich wächst.
Dani Huser - Foto: RS-Sportbilder.ch Dani Huser - Foto: RS-Sportbilder.ch
12. Frage von RS-Sportbilder.ch
Seit wann kannst Du das Knie wieder 100 %-ig belasten und seit wann trainierst Du nun wieder voll?

Antwort von Dani:
Seit anfangs Dezember ist mein Knie wieder soweit belastbar, dass ich auch wieder voll trainieren kann. Ich achte natürlich schon darauf, dass ich das Knie nicht über die Grenzen hinaus beanspruche; aber mittlerweile kenne ich meine «Problemzone» so gut, dass ich weiss, was ich ihr zutrauen kann.
13. Frage von RS-Sportbilder.ch
Du hattest damals auf die Saison 2008 von Suzuki auf Yamaha gewechselt; hat sich diesbezüglich mit Blick auf die neue Saison 2010 was geändert?

Antwort von Dani:
Nein, ich werde auch weiterhin auf einer Yamaha ausrücken; allerdings nicht mehr mit der kleinen 250er», sondern mit der grossen »YZ450F».
14. Frage von RS-Sportbilder.ch
Du hast mir im Vorgespräch gesagt, dass Du neu in der «Open-Klasse» starten wirst (deshalb auch die neue 450er); was hat Dich zu diesem Schritt bewogen?

Antwort von Dani:
Der Gedanke auf die grosse Maschine und somit in die «Open-Klasse» zu wechseln gab es eigentlich schon seit einiger Zeit. Es mag sich vielleicht komisch anhören, aber die Langzeit-Verletzung erleichterte mir meine Entscheidung jetzt zu wechseln, da ich unter diesen Voraussetzungen und Gegebenheiten meine Karriere ohne jeglichen Erwartungsdruck neu lancieren kann. Ich erwarte von mir nicht, dass ich ab sofort vorne werde mitfahren können; ich kann es also «etwas ruhiger angehen lassen». Natürlich spielte aber auch der finanzielle Aspekt eine gewisse Rolle.
15. Frage von RS-Sportbilder.ch
Hat sich dadurch für Dich bezüglich Saison-Vorbereitung was geändert? Musst Du dadurch das Training umstellen oder gar intensivieren – beispielsweise im Bereich «Kraft» ?

Antwort von Dani:
Allein durch die Verletzung war ich sicher gezwungen, wesentlich mehr Gewichte zu stemmen. Aber durch den Wechsel auf die grosse Maschine ist eine Intensivierung des Kraft-Trainings ohnehin notwendig, da man sonst sofort verkrampft und folglich das Bike nicht mehr richtig kontrollieren kann.
Dani in Payerne 2008 - Archiv-Foto: RS-Sportbilder.ch Dani in Payerne 2008 - Archiv-Foto: RS-Sportbilder.ch
16. Frage von RS-Sportbilder.ch
Welche Schweizer-Rennserien wirst Du bestreiten und worauf ist Dein Haupt-Augenmerk gerichtet?

Antwort von Dani:
Ich habe mir vorgenommen alle wichtigen nationalen Rennserien zu bestreiten; also die neu geschaffene «Inter Motocross Swiss Championship» (offizielle FMS-CH-Meisterschaft) – sie hat sicherlich auch 1. Priorität. Dann werde ich bestimmt auch die SAM-Meisterschaft und die MXRS-Renn-Serie fahren. Zum jetzigen Zeitpunkt weiss ich aber noch nicht, wann genau ich in die Saison starten werde, da dies nicht zuletzt auch von meiner körperlichen Fitness abhängig ist. Sicher ist aber jetzt schon, dass ich auf den Saisonstart in Frauenfeld (FMS) und Wohlen (SAM) verzichten werde. Denn im März werde ich voraussichtlich das 1. Mal weder auf dem Bike sitzen, um dann den Fahr-Rhythmus Schritt für Schritt steigern zu können. Ich denke aber, dass ich in Muri das erste Mal wieder am Start sein werde.
17. Frage von RS-Sportbilder.ch
Stehen auch Ausland-Starts in Deinem Rennkalender? Beispielsweise in der ADAC-Renn-Serie?

Antwort von Dani:
Das kann ich momentan noch nicht sagen; es ist aber nicht ausgeschlossen, dass ich mit einer Tageslizenz das eine oder andere ADAC-Rennen fahren werde – wir werden sehen ...
18. Frage von RS-Sportbilder.ch
Und was hast Du Dir Resultat-mässig für die neue Saison vorgenommen? Welche Ziele hast Du Dir gesteckt?

Antwort von Dani:
Also in erster Linie freue ich mich wenn ich endlich mal wieder fahren kann. Bezogen auf Resultate habe ich mir keine Ziele gesetzt, da ich mich Schritt für Schritt an die neue Klasse ran tasten muss – ich meine, ich habe diesbezüglich ja noch keine Erfahrungen. Natürlich will ich immer möglichst gut fahren und mich von Rennen zu Rennen weiter verbessern, sodass ich in der zweiten Saisonhälfte möglichst weit vorne mitfahren kann. Wenn ich gut zurechtkomme und wenn alles gut verläuft, kann ich mir dann für die Saison 2011 realistische Ziele setzen. Zunächst aber gilt es Fahrpraxis – oder wie man im Fußball so schön sagt – «Spielpraxis» zu gewinnen.
19. Frage von RS-Sportbilder.ch
Gibt’s klare Ziel-Vorgaben von Deinen Sponsoren und/oder von Yamaha?

Antwort von Dani:
Nein. Ich weiss es auch entsprechend zu schätzen, dass sie mir die nötige Zeit geben, um wieder in den Sport zurückzufinden.
Dani in Frauenfeld 2008 - Archiv-Foto: RS-Sportbilder.ch Dani in Muri 2008 - Archiv-Foto: RS-Sportbilder.ch
20. Frage von RS-Sportbilder.ch
Werfen wir zum Schluss einen Blick auf Deine Konkurrenten; wen zählst Du zu den Favoriten im Kampf um die neu ausgerichtete FMS-Schweizermeisterschaft?

Antwort von Dani:
Also in der grossen Klasse wird sicher wieder mit Grégory Wicht zu rechnen sein; auch Patrick Walther darf man bestimmt wieder weit vorne erwarten. Ich denke, aus Schweizer Sicht werden sie die grossen Favoriten sein. Von den Ausländern sehe ich auch Manuel Chittaro wieder als Titelanwärter – sofern er die gesamte Meisterschaft fährt.
21. und letzte Frage von RS-Sportbilder.ch
Dani, Du hast das letzte Wort ...

Antwort von Dani:
Nun ich möchte die Gelegenheit nutzen, um mich vor allem bei meiner Bettina ganz herzlich zu bedanken, weil sie mich speziell in dieser schwierigen Zeit stets so toll unterstützt hat und weil sie immer zu mir steht. Ich weiss, dass sie es mit mir in dieser Zeit nicht immer einfach hatte – nicht nur wegen den vielen Verletzungen, sondern auch weil ich als Folge dieser Probleme öfters schwer zu ertragen war. Dann bedanke ich mich auch bei meiner Familie, bei meinen Freunden und bei meinen Sponsoren für ihre grossartige Unterstützung. Bedanken möchte ich mich aber auch bei all denen, die immer an mich geglaubt haben – ein herzliches Dankeschön euch allen!
RS-Sportbilder.ch
Dani und Bettina, vielen Dank für dieses interessante Gespräch! Dani, für Dein Comeback wünsche ich Dir alles Gute, viel Glück und viel Erfolg. Vielen Dank!


Ihr Fotograf René Streuli
 
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