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  RS-Talk mit - Dieter Porsch
RS-Talk mit ...
Dieter Porsch - ADAC Motorradsport-Chef:
Interview, Idee und Umsetzung: René Streuli – RS-Sportbilder.ch
Zu Beginn der laufenden ADAC MX Masters-Saison 2012 traf ich Dieter Porsch zu einem ausführlichen Gespräch. Hauptthema dieses Dialogs war die alljährliche Schwierigkeit, einen für alle Beteiligten möglichst optimalen Terminkalender zusammenstellen zu können. Zudem haben wir Beide versucht, das Konzept der «ADAC MX Masters Serie» und das Wahl-Verfahren, bezw. die Wahl-Kriterien zu beleuchten, wonach jeweils die einzelnen Veranstalter-Clubs bestimmt werden.

Nach mehrmaligem Gegenlesen seitens Dieter Porsch und weiteren ADAC Verantwortlichen, fand nun dieses ausführliche Interview - gerade noch rechtzeitig vor dem nächsten ADAC MX Masters-Rennlauf von Emmen (NED) - den Weg in meinen «RS-Talk». Lesen Sie bitte dieses interessante und transparente Interview, welches ich mit Dieter Porsch führen durfte. Eine Kurzfassung dieses Interviews finden Sie übrigens im Deutschen «CROSS-Magazin», Ausgabe #20 - August 08/2012 auf Seite 16.
Interview mit Dieter Porsch im «CROSS-Magazin», Ausgabe #20 - August 08/2012 auf Seite 16.
Doch vor dem eigentlichen Interview ließ ich Dieter ein paar persönlichere Fragen in schriftlicher Form zukommen. Antworten auf Fragen (z.B. Was sind seine Hobbys? Was isst er gerne? Welche Musik hört er am liebsten und und und ...) sollen Ihnen/Dir die Möglichkeit geben, mehr über Dieter als Privatperson zu erfahren.
Dieter Porsch - Foto: Steve Bauerschmidt
Name & Vorname:
Porsch Dieter

Kosename:
Keine Angaben (k. A.)

Wohnort:
Gröbenzell b. München

Geburtstag:
14. Oktober 1961

Beruf:
Leiter ADAC-Motorrad-Sport

Hobbys:
Mountain-Bike, Skifahren

Meine Stärken:
Dies sollen andere beurteilen …

Meine Schwächen:
Wenig Geduld

Worüber ich lachen kann:
Alte Filme von Don Camillo & Peppone

Was mich nervt:
Rücksichtslosigkeit, wenn Menschen nicht zu ihrem Wort stehen ...

Mein Traum-Auto:
Audi S5

Mein Traum-Bike für die Strasse:
KTM «Super-Duke»

Meine Lieblings-Rennstrecke im MX während meiner Aktiv-Zeit (a), bezw. als ADAC-Motorrad-Sportchef (b):
Maggiora (a) & Ried (b)

Meine Lieblingsspeise:
Dampfnudeln mit Vanille-Sauce

Was ich nie essen würde:
Ich bin grundsätzlich neugierig …

Mein Lieblings-Getränk:
Apfelschorle, ein guter Wein, ein kühles Weißbier

Was ich nie trinken würde:
k. A.

Meine Lieblings-Musik:
Rock und vieles mehr …

Meine Lieblings-Bands:
Dire Straits, Meat Loaf

Meine 3 Liebling-CD’s:
k. A.

Mein letztes LIVE-Konzert:
BossHoss

Meine Lieblings-Filme:
Ziemlich beste Freunde, Rain Man & Manche mögens heiss

Mein letzter Film im Kino:
Ziemlich beste Freunde

Meine 3 Lieblings-Schauspieler:
Steve McQueen, Dustin Hofmann & Leonardo Di Caprio

Meine 3 Lieblings-Schauspielerinnen:
Audrey Tattou, Meryl Streep & Jessica Alba

Mein Lieblings-Buch:
Der Schwarm/Schätzing

Wen ich gerne mal persönlich kennenlernen würde:
Maria Furtwängler, Shakira (das darf aber meine Frau nicht erfahren… ;-D)

Land/Kultur das/die ich sehr gerne besuchen/kennenlernen würde:
Thailand, Vietnam, Bali, aber auch Griechenland

Welche 5 Sachen ich auf eine einsame Insel mitnehmen würde:
Meine Familie, ein gutes Buch & einen Leatherman

Wenn ich 3 Wünsche offen hätte, dann würde ich mir wünschen:
Gesundheit, und Würde bis ins hohe Alter und dann natürlich das was sich jeder wünscht: … FRIEDEN usw.!

Nach den persönlichen Fragen und Antworten zu Dieter Porsch, gehts nun weiter mit dem eigentlichen Interview.Das gesamte Interview können Sie auch auf der Homepage der ADAC MX-Masters nachzulesen - klicken Sie bitte hierfür einfach auf das Logo «ADAC MX Masters».
Schon mal einen Terminkalender erstellt… ?
Die «ADAC MX Masters Renn-Serie» geht heuer in die 8. Saison, nachdem sie 2005 zum ersten Mal eine komplette Saison organisiert und erfolgreich durchführt hat. Diese MX-Renn-Serie entstand damals auf Vorgabe und Unterstützung von ADAC Sport-Präsident Hermann Tomczyk und auch infolge der mitentscheidend eingebrachten Ideen von Didi Lacher und Pit Beirer. Der Lohn hierfür ist die seit 2006 laufende Partnerschaft mit dem Getränke-Hersteller RedBull und vielen andern namhaften Unternehmern.

Trotz dieser Erfolgsgeschichte, gibt es jedes Jahr viele Diskussionen über die aktuellen Renn-Termine und mancherorts auch ein gewisses Unverständnis, weshalb sich diese Termine häufig mit den Veranstaltungs-Kalendern anderer Renn-Serien überschneiden. RS-Sportbilder.ch ist diesen Fragen und den Gründen, weshalb man diese Problematik nicht besser in den Griff bekommen kann, nachgegangen.
Dieter Porsch - Katrin Wustmann - Werner Schliefer - Foto: RS-Sportbilder.ch
Geradezu ideal eignete sich hierfür der Saison-Auftakt zur diesjährigen «ADAC MX Masters Renn-Serie» im brandenburgischen Fürstlich Drehna. Im Rahmen dieses Rennens suchte RS-Sportbilder.ch das Gespräch mit Dieter Porsch – seit Jahren Leiter des Bereichs ADAC-Motorradsport – um über dieses Thema zu reden. Also die Gelegenheit schlechthin, um hinter diese nicht ganz einfache und zuweilen undankbare Arbeit, mehr Licht hineinzubringen.
1. Frage von RS-Sportbilder.ch
Dieter, wie lässt sich die alljährliche Terminplanung und Festlegung in einem Wort umschreiben. Ist es eher ein «Drahtseil-Akt» oder ist das Wort «Kraft-Akt» zutreffender?

Antwort von Dieter:
Unter Berücksichtigung aller immer wiederkehrenden und größtenteils kaum vorstellbaren Einflussfaktoren, würde ich es eher als Kraftakt bezeichnen.
2. Frage von RS-Sportbilder.ch
Dieter, versuch doch bitte meinen Lesern diesen komplizierten und Zeit-intensiven Prozess bezüglich Terminplanung, der dann letztlich im offiziellen Terminkalender den Erfolg findet, mal etwas zu veranschaulichen…

Antwort von Dieter:
Ich glaube kaum, dass man dies mit 2 oder 3 Sätzen erklären kann. Aber vielleicht können wir das mal anhand der bereits laufenden Arbeiten für den Kalender 2013 etwas aufzeigen. Wie die Jahre zuvor arbeiten wir in einem Dreier-Team, bestehend aus Werner Schliefer (verantwortlich für: Serien-Organisation & -Management), Katrin Wustmann (zuständig für: Marketing & Event-Planung) und meiner Person.
Werner Schliefer - ADAC Serien-Organisation & -Management - Foto: RS-Sportbilder.ch Katrin Wustmann - ADAC Marketing & Event-Planung - Foto: RS-Sportbilder.ch Dieter Porsch - ADAC Motorradsport-Chef - Foto: RS-Sportbilder.ch
3. Frage von RS-Sportbilder.ch
Wie muss man sich die Termin-Festlegung vorstellen? Wie läuft das in etwa ab; ich meine da gibt es bestimmt eine Grobplanung, eine Feinabstimmung usw.?

Antwort von Dieter:
Die Grobplanung für unsere «ADAC MX Masters Serie» beginnt anfangs eines jeden Jahres und dauert bis zum 1. Mai. In dieser Zeit können sich alle interessierten Motorsport-Clubs für ein Rennen der Masters-Serie bewerben. Mit den Bewerbern werden dann die ersten Verhandlungen geführt, aus denen der erste provisorische Renn-Terminkalender hervorgeht. An diesem Kalender wird dann bis Mitte des Jahres aber noch kräftig gearbeitet. Dieser Kalender-Vorschlag wird dann dem «ADAC Sportausschuss» vorgelegt, der die endgültige Festlegung und Auswahl der Clubs trifft.

Bis im Oktober muss dann der eigentliche Termin-Kalender soweit fertig sein, da zu der Zeit immer der FIM-Kongress tagt, an dem unter anderem auch die verschiedenen Renndaten der jeweiligen Landesverbände geprüft und abgeglichen werden. Dies ist unumgänglich, da sich alle Landesverbände und deren Rennserien in erster Linie nach dem offiziellen Renn-Kalender der FIM-MX1- & MX2-Weltmeisterschaft, aber auch nach der Junioren-WM & EM richten muss.
ADAC MX Masters - Termin-Kalender 2012
4. Frage von RS-Sportbilder.ch
Sicherlich keine leichte Aufgabe, da davon auszugehen ist, dass die verschiedenen in Frage kommenden Veranstalter ihre Interessen verständlicherweise auch wahrgenommen haben wollen.

Antwort von Dieter:
Genau! Einerseits sind da die sportlichen Interessen der Clubs und diejenigen der ADAC-Rennserie zu berücksichtigen. Andererseits gibt es bei den Clubs aber auch Notwendigkeiten mit den verschiedensten Behörden wie Polizei und Feuerwehr, Ämtern, Sicherheits- & Rettungs-Institutionen – wie beispielsweise Ärzte, Rettungswagen, Sanitäts-Einrichtungen, Spitäler usw. – denen man unbedingt auch offene Ohren entgegenbringen muss. Und dann sind da auch noch die politischen Behörden, die andere ebenfalls für diese Zeit geplante Veranstaltungen innerhalb der Austragungsorte und Regionen durchführen wollen. Diese Phase der Planung erfordert von unserem Team in Zusammenarbeit mit den Veranstaltern sehr viel Geduld, Nerven aber auch Verhandlungsgeschick. Und wir benötigen hier sehr stark die Flexibilität und Kooperationsbereitschaft der Clubs.
5. Frage von RS-Sportbilder.ch
Bezüglich MX1- und MX2-Weltmeisterschaften ist es erfahrungsgemäß doch aber auch so, dass zum Zeitpunkt des FIM-Kongresses auch der WM-Terminkalender öfters noch einige offene Detail-Fragen aufweist. Also sind solche Termine-Abgleichungen all dieser Renn-Serien innerhalb des Kongresses auch nur mit Vorsicht zu werten.

Antwort von Dieter:
Es ist richtig, dass dies fast jedes Jahr der Fall ist. Dies löst dann einen sogenannten Domino-Effekt aus, der insbesondere die Landesverbände von Belgien, Deutschland, England, Frankreich, Holland und Italien zwingt, an ihren Stellschrauben zu drehen. Denn es ist ein unbedingtes MUSS, dass die wichtigsten europäischen Rennserien und Landes-Meisterschaften keine Termin-Überschneidungen mit den MX1- & MX2-WM-Terminen haben.
6. Frage von RS-Sportbilder.ch
Welches sind die wichtigsten Gründe, weshalb dies unbedingt vermieden werden sollte?

Antwort von Dieter:
Es ist so, dass sich die «ADAC MX-Masters-Serie» – die mit Red Bull seit 2006 einen sehr starken und kompetenten Partner an seiner Seite hat – ganz klar als Unterbau der FIM-MX1- & MX2-WM sieht. Deshalb wollen wir auch an unserm Konzept nicht groß was ändern – optimieren und verfeinern ja, aber nicht grundlegend was ändern.

Hinzukommt die Tatsache, dass immer wieder zahlreiche WM-Fahrer wie Xavier Boog, Evgeny Bobryshev, Max Nagl, Ken Roczen (bis 2011, der in diesem Jahr sogar in Gaildorf fahren wird) Petar Petrov, Harri Kullas, Valentin Guillod usw. die ADAC Masters-Rennen fahren wollen, um sich auf bevorstehende GPs optimal vorbereiten zu können. Beispielsweise Fürstlich Drehna mit seiner Sandstrecke, eignet sich bestens für Fahrer und Bike, um perfekt vorbereitet in Valkenswaard (NED) racen zu können. Tensfeld bietet sich auch regelmäßig als Vorbereitung auf den GP in Lierop (NED) an – wenn auch nicht unbedingt in diesem Jahr. Denn in dieser Saison gehen wir erstmals nach Emmen (NED), weil unmittelbar danach in Lierop gefahren wird. Zudem dient Emmen auch als Vorbereitung auf den großen Saisonhöhepunkt; denn im belgischen Lommel steht dieses Jahr das MXoN auf dem Kalender. Es gibt also viele gute Gründe, weshalb weiterhin eine enge Zusammenarbeit zwischen WM-Promoter «Youthstream», der FIM und unserer ADAC Renn-Serie gepflegt werden sollte.
7. Frage von RS-Sportbilder.ch
Trotzdem gibt es immer wieder Stimmen, die die Termin-Kalender infolge häufiger Termin-Überschneidungen mit andern Renn-Serien kritisieren…

Antwort von Dieter:
Ja, auch das kann ich aus Sicht der Betroffenen sehr wohl verstehen. Allerdings gilt es zu bedenken, dass sich Termin-Konflikte ganz einfach nicht vermeiden lassen. Dies zu vermeiden geht allein aufgrund der Tatsache nicht, dass es beispielsweise in Deutschland, aber auch in anderen Ländern (Belgien, Frankreich, Holland, Österreich, Schweiz, usw.) sehr viele verschiedene Rennserien gibt, die ihre Termin-Kalender ebenfalls ohne größere Termin-Überschneidungen mit der WM festlegen müssen. Doch die Verfügbarkeit von jährlich vielleicht 32 Wochenenden – verteilt über die Monate März bis Oktober – lassen ganz einfach gar keine Renn-Kalender zu, die alle Beteiligten zufrieden stellen können. Man darf jedoch auch hinzufügen, dass sehr viele Fahrer aus dem In- und Ausland, trotzdem sehr gerne bei uns fahren, weil sie sich weiterentwickeln wollen. Und dies können sie bei uns mit Sicherheit, da sie sich in der MX-Masters-Serie, aber auch im MX-Youngster- und im MX-Junior-Cup zumindest mit Europas besten MX-Fahrern messen können.
8. Frage von RS-Sportbilder.ch
Um zumindest für Europas WM-Fahrer die Teilnahme an ADAC Masters-Rennen zu vereinfachen und attraktiver zu gestalten, stellt die «ADAC MX Masters Rennserie» mit Beginn der aktuellen Saison 2012 den Fahren aus den Top-15 der MX1/MX2-WM jeweils pro Rennen zwei Wildcards zur Verfügung…

Antwort von Dieter:
Der Grund ist, dass von den betroffenen WM-Teams aus dem Ausland immer wieder Stimmen laut wurden, weil es für ihre WM-Fahrer, aber auch für die Teams sehr Zeit- und Kräfte-raubend sei, wenn Sie am Freitag anreisen müssten, um samstags die Zeit-Trainings bestreiten zu müssen und um dann am Sonntag die Rennen fahren zu können. Daraufhin sind wir nach einigen Überlegungen zur Überzeugung gelangt, dass es für diese Fahrer und Teams einfacher und auch attraktiver sein müsste, wenn sie nicht mehr freitags, sondern am Samstag oder sonntags früh anreisen können. Ihr notwendiges Training können sie dann am Sonntagmorgen im Rahmen des Warm-up absolvieren. Denn man kann ja mit Sicherheit davon ausgehen, dass sich diese Fahrer immer qualifizieren werden. Entsprechend positiv war auch das Feedback der Fahrer und Team-Manager anlässlich des Team- und Industriemeetings, das wir im Rahmen des diesjährigen Supercross in Dortmund durchführten. Während dieses Meetings wurde der Beschluss gefasst.
9. Frage von RS-Sportbilder.ch
Lass uns nochmals kurz über die Bewerber für ADAC MX-Masters-Rennveranstaltungen reden. Seit Jahren führen mehrheitlich immer wieder dieselben Clubs Masters-Rennen durch – Höchstädt, Fürstlich Drehna, Gaildorf und Aichwald, um nur einige Beispiele zu nennen. Welche Anstrengungen seitens des «ADAC MX Masters-OK's» werden unternommen, um die Zusammenarbeit auch über Jahre zu festigten?

Antwort von Dieter:
Natürlich stehen wir mit den langjährigen Veranstaltern regelmäßig im Dialog, um für alle Beteiligten nachhaltige Verbesserungen zu erzielen. Neben den Teams mit ihren Fahrern, sollen selbstverständlich auch die Veranstalter, die zahlenden Zuschauer, aber auch die Medien positive Verbesserungen und Veränderungen nutzen können. Beispielsweise haben wir zusammen mit dem Club in Höchstädt in der vergangenen Saison ein neues Gebäude mit modernen sanitären Einrichtungen (Duschen, WC-Anlagen), aber auch Räumlichkeiten mit entsprechend verbesserter Infrastruktur für die Ärzte in Betrieb nehmen können.

Diesen und anderen baulichen Maßnahmen, wie Verbesserungen im Bereich ‚Streckensicherheit‘, dient unser ADAC-Sportstätten-Förderprogramm. Mit diesem Programm beteiligt sich der ADAC jeweils mit bis zu 60% an den Gesamtkosten, die den Clubs für solche Neueinrichtungen entstehen.
ADAC MX Masters - Austragungsorte 2012
10. Frage von RS-Sportbilder.ch
Immer wieder geht ihr mit der «ADAC Masters-Serie» ins nachbarliche Ausland. Ried im Innkreis, Möggers (beide AUT), oder aktuell Emmen (NED) sind einige Beispiele. Weshalb?

Antwort von Dieter:
Das hat zwei Gründe; einerseits wollen wir in die Nachbarländer, um ihnen diese sowohl sehr populäre, wie auch auf einem sportlich sehr hohen Niveau ausgetragene Renn-Serie näherzubringen. Vergessen wir dabei nicht, dass wir immer wieder sehr viele gute Fahrer aus diesen Landesverbänden in unsere Serie aufnehmen dürfen. Der andere Grund ist ganz einfach der, dass wir durch das vereinzelte Expandieren in die Nachbarsländer mehr Varianten bezüglich des Terminkalenders bekommen.
11. Frage von RS-Sportbilder.ch
Gibt’s da auch neue Interessenten und wenn ja, wie lassen sie sich in die Serie einbetten?

Antwort von Dieter:
Es gibt erfreulicherweise immer wieder neue Clubs aus andern Ländern, aber auch aus dem Inland, die gerne ein ADAC-Rennen organisieren und durchführen möchten. In solchen Fällen laden wir öfters die OK's möglicher Veranstalter zu eines unserer Masters-Rennen ein, um mit ihnen direkt vor Ort über eine mögliche Zusammenarbeit zu diskutieren. Wir gehen aber auch zu ihnen, um uns über ihre Möglichkeiten zu informieren. So erhalten wir schon mal Eindrücke über ein eventuelles Strecken-Layout, über das vorhandene Fahrerlager und über infrastrukturelle Einrichtungen.
Logo: ADAC MX Masters
12. Frage von RS-Sportbilder.ch
Dieter, die letzte Frage bezieht sich nochmals auf eure Zusammenarbeit mit dem WM-Promoter «Youthstream», bzw. mit der FIM. Was würdest du dir für die Zukunft wünschen, was würdest du im Interesse der «ADAC MX-Masters-Serie» gerne verbessert sehen?

Antwort von Dieter:
Obwohl ich zu Wolfgang Srb (MX-Renndirektor FIM) ein sehr gutes Verhältnis pflege, würde ich mir manchmal wünschen, dass mehr Kontakt und Dialog mit Serien wie der unsrigen bestehen würde. Ich denke, dies würde die Arbeit der Landesserien stark vereinfachen. Aber ich kann auch verstehen, dass die Ideen der FIM und diejenigen des Promoters «Youthstream» – vertreten durch ihren Präsidenten Giuseppe Luongo – Vorrang haben und dementsprechend umgesetzt werden sollen. Wichtig ist, dass die WM-Organisation versteht, dass wir keine Konkurrenz, sondern der existenzielle Unterbau der WM sind.
RS-Sportbilder.ch
Dieter, für dieses offene und ausführliche Gespräch bedanke ich mich ganz herzlich – auch stellvertretend für meine Leser und Leserinnen – herzlichen Dank!
Interview zwischen René Streuli (RS-Sportbilder.ch) und Dieter Porsch (Leiter Motorradsport des ADAC) Copyright: René Streuli – www.RS-Sportbilder.ch


Ihr Fotograf René Streuli
 
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